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Marco Schwinning
Marco Schwinning

Wenn einer ein Fotojournal, Fotoblog in die Welt setzt, darf man wohl davonausgehen, dass derjenige entweder Profifotograf oder ein wie auch immer qualifizierter Experte in Sachen Fotografie ist, oder? Ich bin weder das eine noch das andere. Was mich für solch eine Unternehmung qualifiziert, ist einzig und allein meine Liebe zur Fotografie.

Diese Liebe begann vor etwa fünfunddreißig Jahren, als mein Vater sich eine Spiegelreflexkamera kaufte: die Canon AE-1 Program. Damals wurde mir klar, dass Fotografie mehr ist als bloß eine Krücke der Erinnerung. Fotografie bildet nicht einfach bloß Wirklichkeit ab – sie erschafft eine eigene, eine andere Wirklichkeit: mit anderen Prämissen, anderen Werten. Fotografie ist ein ästhetisches Konstrukt, aber eines, das sich letztlich immer um den Fotografen dreht, diesen Menschen, der sich entschieden hat, die Welt durch eine Kamera zu betrachten.

Lässt man sich auf das Abenteuer Fotografie ein, geht es auch um Technik oder vielmehr um diese emotional aufgeladene Verschmelzung von Technik und Schönheit. Nicht nur das fertige Foto hat für uns eine Bedeutung, sondern auch der Prozess seiner Entstehung – und sogar das Werkzeug selbst: die Kamera, das Objektiv, der Film.

Wenn ich also Bilder zeige, von Kameras und Objektiven schwärme, dann macht das nur Sinn vor dem Hintergrund meiner Liebe zur Fotografie, die sich eben nicht einfach auf den Punkt bringen lässt.