One Shot: Förderturm

Hoffnungslos veraltet. Nicht nur der ruinöse Förderturm der ehemaligen Zeche Oberhausen Sterkrade, sondern auch die Technik, mit welcher dieses Foto entstanden ist: unscharf, blass, farbstichig – der Kenner weiß auf Anhieb, dass es sich nur um ein Polaroid handeln kann, jenes magische Sofortbild, dessen technische Unzulänglichkeit den Zauber des Unwiederbringlichen besser einfängt als jedes noch so perfekte Digitalfoto.

 
Zu Besuch bei Ernst Oldenburg - Teil 1

Vor ziemlich genau sieben Jahren, während ich an der Herausgabe des Werkverzeichnisses von Ernst Oldenburg mitwirken durfte, nahm ich die günstige Gelegenheit wahr, einige Tage im Haus des expressionistischen Künstlers in Unna Kessebüren zu wohnen. Dieser Aufenthalt brachte nicht nur den geplanten Text über das Spätwerk des 1992 verstorbenen Künstlers hervor, sondern bescherte mir neben zahlreichen Gedichten auch eine Reihe ansehnlicher Fotos aus dem ehemaligen Atelier und jetzigen Museum.

 
Wo ich lebe - Teil 3

Man macht sich keine Freunde, wenn man über den Ort, an dem man lebt, sagt, er sei nicht schön. Holten ist nicht schön, aber vielleicht wird man mir diese Nestbeschmutzung nachsehen, wenn ich hinzufüge, dass es sich hier dennoch leben lässt. Schließlich kann man sich auch im Mangel bestens einrichten, in der Abwesenheit dessen, wonach man sich sehnt.

 
Die Nikon FM2 - eine Liebeserklärung

Als ich vor kurzem eine Nikon FM2 erwarb, um meine D700 analog zu ergänzen, war dies nicht meine erste Begegnung mit dieser Kamera. Bereits vor gut zehn Jahren, also als die FM2 zumindest offiziell noch in Produktion war, habe ich mit ihr fotografiert, ersetzte sie aber bald durch eine FM3A.  Nun bin ich wieder bei der FM2 gelandet, und es ist an der Zeit, diese klassische Kamera angemessen zu würdigen.

 
Wo ich lebe - Teil 2

Inzwischen haben sich einige Fotos für mein Heimatprojekt, wie ich es lapidar nenne, angesammelt, einige davon in Farbe. Um also gleich mit dem Vorurteil aufzuräumen, Holten sei eine durchweg farblose Angelegenheit, zeige ich nun ein paar bunte Eindrücke meiner heimischen Umgebung – na ja, bunt ist wohl ein klein wenig übertrieben.

 
One Shot: Einfahrt verboten

Bei diesem Bild handelt es sich um eine Aufnahme aus meiner Heimat-Serie, diesmal in Farbe. Als Motiv musste der Haupteingang der Evangelischen Kirche in Oberhausen Holten herhalten, eingefangen mit der Nikon FM2 und dem Zeiss Planar 1.4/50 ZF.2 und gebannt auf Kodak Ektar 100.

 
Neu eingetroffen: Nikon FM2

Dass ich auf Dauer zu den Zeiss Objektiven für das Nikon Bajonett neben der D700 auch eine Kamera für Kleinbildfilm anschaffen würde, war von vornherein klar. Eigentlich dachte ich dabei an eine Nikon F4, die mir von den moderneren Nikon Kameras des Filmzeitalters immer am besten gefiel. Doch dann bin ich über eine neuwertige FM2 gestolpert und konnte nicht widerstehen.

 
Wo ich lebe - Teil 1

Wo ich lebe, das ist jener Ort, der niemals genau zu bezeichnen ist. Niemand außer mir kennt diesen Ort, aber sobald ich ihn zeigen will, muss ich ihn verlassen. Rede ich davon, beginnt, wo ich lebe, die Fremde. Fotografiere ich ihn, halte ich nichts als meine Abwesenheit fest. Die Fotografie lässt meine Gegenwart verschwinden.

 
Nachrichten aus dem Niemandsland

Möglicherweise will das Leben wie eine chiffrierte Botschaft entziffert werden, schreibt André Breton in Nadja. Sie sind überall: Nachrichten aus dem Niemandsland des Lebens. Selbst das Schweigen der Dinge ist mitunter geschwätzig. Und manchmal finden wir uns wieder inmitten von Zeichen, die wir nicht verstehen.

 
Neu eingetroffen: Zeiss Ikon

Sie ist nagelneu, heute erst bei mir angekommen, aber trotzdem eine gute, alte Bekannte: die Zeiss Ikon, eine Kamera in klassischer Messsucher-Tradition – und natürlich für 35mm Kleinbildfilm, oder wie man heute zu sagen pflegt: analog. Gute, alte Bekannte deshalb, weil ich schon einmal das Vergnügen hatte, das ist noch gar nicht so lange her. Und nun bin ich eben wieder an diesem Punkt angelangt. Liebe auf den zweiten Blick?

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