Neu eingetroffen: Voigtländer Nokton 1.2/35

Seit längerem schon habe ich die Anschaffung des Voigtländer Nokton 1.2/35 in Erwägung gezogen und zuletzt doch verworfen, um die Haushaltskasse nicht übermäßig zu strapazieren. Nun ist es mir aber doch gelungen, ein sehr schönes Exemplar relativ günstig zu erwerben. Eine gute Gelegenheit also, dieses ungewöhnlich lichtstarke Objektiv einmal aus der Nähe zu betrachten.

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Voigtländer Nokton 1.2/35mm

Es besitzt einen Anschluss für das Leica M Bajonett, kann aber per Adapter auch an µ4/3 Kameras wie die Panasonic GF1 oder die Olympus E-P1 angesetzt werden. Mehr darüber in einem ausführlicheren Erfahrungsbericht. Heute wollte ich nur die Gelegenheit nutzen, den ersten fotografischen Versuch zu zeigen.

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Aufgenommen mit der Panasonic GF1. Blende 2.8.

Das sieht schon einmal sehr nett aus. Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um ein Makro-Objektiv. Die 35mm Brennweite werden an der GF1 zum 70mm Blickwinkel. Zusätzlich habe ich das Bild etwas beschnitten, um es besser auszufüllen. Was man sieht, ist die sehr gute Schärfe des Hauptmotivs und dazu ein harmonisches Bokeh. Aber natürlich wollte ich wissen, wie sich das Nokton bei Offenblende schlägt.

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Blende 1.2 für das gleiche Motiv.

Ich muss sagen, das ist sogar besser, als ich erwartet habe. Die Schärfe ist immer noch sehr gut (bei sichtbar reduzierter Schärfentiefe im Vergleich zu Blende 2.8), der Hintergrund ist fast völlig in Unschärfe aufgelöst. Mir gefällt die träumerische Anmutung. Das Motiv wirkt weniger real, weniger substanziell. Da freue ich mich schon auf den Einsatz des Nokton als Portraitlinse und natürlich auch bei schwindendem Licht. Ist es auch für Reportagen geeignet? Lichtstärke allein ist ja nicht alles. Man wird sehen, wie es sich unter schwierigen Bedingungen schlägt.

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