Ausflug auf die Halde (Panasonic LX3)

Die Halde Haniel im Grenzgebiet von Oberhausen und Bottrop ist seit langem schon ein beliebtes Ausflugsziel für Jogger, Spaziergänger und Pilger. Es geht schon recht hoch hinaus für hiesige Verhältnisse, und ist man erst einmal oben, wird man mit einem weiten Ausblick auf das halbe Ruhrgebiet belohnt. Und hinauf wollen sie alle, auf ausgetretenen Pfaden entlang des Kreuzwegs oder querfeldein – die Menschen folgen dem Ruf des Schlackebergs.

Früher habe ich ihn ganz gerne mit dem Fahrrad erklommen. Mit ein wenig Übung und genügend Ehrgeiz ist das machbar. Heute, ich gebe es zu, mangelt es mir in dieser Hinsicht an beidem. Immerhin war meine Unternehmungslust groß genug, um eine Kamera mit auf den Gipfel zu schleppen: die Panasonic LX3. Insofern ist dieser Artikel ein kleiner Nachtrag zu meinem Erfahrungsbericht über die LX3, der hier zu finden ist.

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Wenn man genug Zeit mit im Gepäck hat, spricht nichts gegen einen gemütlichen Aufstieg.

Das besondere Kennzeichen dieser handlichen Kompaktkamera ist ihr Weitwinkelzoom mit 24mm Anfangsbrennweite, ein Vario-Summicron von Leica, das außerdem noch mit bemerkenswerter Lichtstärke aufwartet. Da ihre Bildqualität ebenso überzeugt wie ihre technischen Werte, ist die LX3 der perfekte Begleiter für eine solche Bergtour: klein und leicht, aber trotzdem dafür gemacht, die großen Perspektiven abzulichten.

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Wohlgemerkt, wir befinden uns mitten im Ruhrgebiet. Ein paar Höhenmeter genügen, damit man sich in eine andere Welt versetzt fühlt.

Dabei ist es gar nicht so, dass die Aussicht spektakulär wäre. Sie entspricht bloß nicht den Gewohnheiten unserer alltäglichen Froschperspektive. Wenn wir unten sind, kommt uns alles viel zu eng vor. Blicken wir dagegen von oben herab, sehen wir uns plötzlich mit einer erstaunlichen Weite konfrontiert.

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Endlose Wälder. Eine solche Aussicht entspricht nicht unbedingt dem typischen Bild des Ruhrgebiets.
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Der Weg in die Weite.

Aber das Ruhrgebiet ist immer auch Kulturregion. Ganz oben auf der Halde erwartet einen die aus Eisenbahnschwellen errichtete Kunstinstallation Totem von Agustín Ibarrola.

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Kunst auf der Halde. Totem von Agustín Ibarrola

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Die Halde als Gesamtkunstwerk. Einklang von Kunst und Natur.

Das ebenfalls oben auf dem Berg befindliche Amphitheater machte an diesem Tag einen einigermaßen trostlosen, fast herunter gekommenen Eindruck – ein Objekt halbherziger Baumaßnahmen.

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Kleine Bühne für große Ereignisse, die niemals stattfinden.
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Leere Ränge inmitten der Schlacke.

An diesem Tag war es auf dem Berg übrigens sehr frisch. Windig ist es dort oben sowieso – Mützenwetter also. Und irgendwann will man auch wieder hinunter.

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Im Laufschritt auf breitem Weg …
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… oder mühsam durch die Vegetation.
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Der zufriedene Blick zurück. Und beim nächsten Mal bringe ich statt einer Kamera vielleicht wieder mein Fahrrad mit.

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