Kleines Update: Carl Zeiss ZF wird zu ZF.2

ZF wird zu ZF.2 – was soll das heißen? Das heißt nichts weiter, als dass ich meine ZF-Version des schönen Carl Zeiss Planar 1.4/50  für Nikon-Bajonett gegen die neuere ZF.2-Version ausgetauscht habe. Da dies ohne weitere Investitionen möglich war, habe ich es einfach mal getan, schaden wird es zumindest nicht. Bringt dieses Update denn irgendwelche Vorteile mit sich?

Zeiss Planar 1.4/50 ZF.2

Um ehrlich zu sein, ich denke, die Vorteile werden sich in Grenzen halten. Es ist vielleicht eine Frage der Bequemlichkeit. Bekanntlich sind die ZF.2-Versionen im Gegensatz zu den ZF-Versionen mit einem Chip ausgestattet, der in der Lage ist Objektivdaten an die Kamera zu übertragen (über die mechanische Springblendenfunktion hinaus). Dadurch wird das Objektiv von der entsprechend ausgestatteten Kamera erkannt, so dass ich z.B. bei meiner Nikon D700 die Objektivdaten nicht manuell eingeben muss.

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Einträchtig nebeneinander: ZF und ZF.2 (v.r.)

Die eigentliche Funktionserweiterung betrifft allerdings die Automatik-Funktionen des Objektivs. Mit den ZF-Objektiven ist bereits Zeitautomatik möglich, man wählt also die gewünschte Blende am Objektiv vor, und die Kamera steuert eine passende Verschlusszeit bei. In der Version ZF.2  sind darüber hinaus auch Aufnahmen mit Blenden- oder Programmautomatik möglich. Das kann in bestimmten Situationen hilfreich sein, grundsätzlich komme ich aber ganz gut mit der Zeitautomatik aus.

An der optischen Konstruktion des Objektivs hat sich übrigens – soweit ich weiß – nichts geändert. Die war und ist auch gut genug. Die Veränderungen beschränken sich demnach auf die elektronische Erweiterung. In kosmetischer Hinsicht fällt noch auf, dass bei den neuen Versionen auf die ohnehin obsolete, aber eben für Nikon typische Blendengabel verzichtet wurde. Alles in allem also kein zwingendes Update für den Fotografen, sondern eher eine kleine Nachbesserung aus dem Hause Zeiss.

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ZF.2 ohne und ZF mit Blendengabel. Bei der ZF.2-Version ist außerdem die kleinste Blende orange gefärbt. Mit ihr stellt man zugleich den vollautomatischen Modus des Objektivs ein, ganz so wie bei den guten, alten AIS-Nikkoren.

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