Neu eingetroffen: Nikon FM2 – der Klassiker

Dass ich auf Dauer zu den Zeiss Objektiven für das Nikon Bajonett neben der D700 auch eine Kamera für Kleinbildfilm anschaffen würde, war von vornherein klar. Eigentlich dachte ich dabei an eine Nikon F4, die mir von den moderneren Nikon Kameras des Filmzeitalters immer am besten gefiel. Doch dann bin ich über eine neuwertige FM2 gestolpert und konnte nicht widerstehen.

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Die wunderschöne Nikon FM2 in schwarz. Sicherlich eine Kamera, die den Titel Klassiker verdient.

Das Bemerkenswerte an der Nikon FM2 ist, dass sie als durch und durch mechanische Kamera bis ins Jahr 2000 produziert wurde. Die Kameraelektronik ist hier auf ein Minimum reduziert und kommt lediglich bei der Belichtungsmessung zum Einsatz. Der Verschluss selbst wird rein mechanisch gesteuert, und das mit einer inzwischen legendären Zuverlässigkeit. Elektronische Automatikfunktionen sucht man vergeblich.

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Eine Kamera, die wie eine Kamera aussieht und funktioniert, nicht wie ein Computer.

Diese hochpräzise Feinmechanik ist in einem robusten Aluminium-Gehäuse verpackt, das so kompakt ist, dass man als Benutzer digitaler Spiegelreflexkameras gar nicht glauben mag, dass es sich wirklich um eine Spiegelreflexkamera mit Vollformat-Sensor (35mm Kleinbildfilm) handelt.

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Die FM2 mit dem Zeiss ZF.2 Planar 1.4/50. Das moderne Objektiv ist fast schon zu groß für die Kamera.

Die Vorteile dieser vollmechanischen Konstruktion liegen auf der Hand. Im Prinzip ist man von Batterien unabhängig, denn mit ein bisschen Übung + Belichtungsspielraum kann man die richtige Belichtung auch schätzen. Und auch wenn man auf die kamerainterne Belichtungsmessung nicht verzichten will, halten die dazu erforderlichen Batterien beinahe ewig. Da man darüber hinaus auf jegliche Automatik verzichten muss, stellt sich außerdem sehr schnell das wohlige Gefühl ein, nicht mit einem Computer, sondern mit einer echten Kamera zu fotografieren.

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Größenvergleich: Zeiss Ikon mit Voigtländer Nokton 1.2/35 neben der Nikon FM2 mit Zeiss Planar 1.4/50. Wer will da noch behaupten, dass eine Spiegelreflex im Vergleich zum Messsucher sperrig sei?

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