One Shot: Belanglose Landschaftsfotografie

Neben all der Aufregung um Sigmas Fauxpas bei der Markteinführung der SD1 und trotz aller Diskussionen über Technik und Equipment wird natürlich auch noch fotografiert. Und was bedeutet das schon anderes, als dass man sich die Kamera schnappt, welche gerade zur Hand ist – ohne über Preise, Features oder Mängel nachzudenken.

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Blende 2.8, 1/320s bei ISO 200.

In diesem Fall war die erstbeste Kamera zufällig die Nikon D700 mit dem Zeiss Distagon 2/35 ZF.2 – ich wollte mal wieder ausprobieren, ob ich mit einem dermaßen teuren Werkzeug überhaupt noch fotografieren kann bzw. fotografieren will. Zuletzt war ich ja doch eher mit günstigeren Kameramodellen unterwegs, bis hin zur Polaroid X530 für knapp 30 Euro.

Da haben wir die anderswo aufgeworfene Frage wieder, ob es denn Sinn macht, mit einer teuren Spitzenkamera Belangloses zu fotografieren. Dieses Foto soll keine Antwort sein. Im Moment des Fotografierens spielen solche Überlegungen eigentlich keine Rolle mehr – zum Glück! Entscheidend ist doch, dass Belangloses überhaupt fotografiert wird, um es dadurch seiner Bedeutungslosigkeit zu entreißen, es gewissermaßen aus seinem Dornröschenschlaf zu küssen.

Ob das gelingt, ist wiederum eine andere Frage. Lobenswert ist allein schon der Versuch. Oder etwa nicht? Wenn es überhaupt eine Antwort auf irgendeine der Fragen gibt, würde ich es so ausdrücken: Selbst mit einer sehr teuren Ausrüstung macht es mitunter Spaß zu fotografieren.

Die Umwandlung in schwarzweiß erfolgte nachträglich mit Silver Efex Pro 2.0 von Nik Software – ein Programm (bzw. Plugin) mit wirklich beeindruckenden Möglichkeiten, obwohl es ausschließlich auf die Konvertierung von Farb- in Schwarzweißfotos spezialisiert ist. Es regt in jedem Fall zur Schwarzweißfotografie an. Zum Vergleich hier noch die etwas schlichtere Variante in Farbe.

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