Neu eingetroffen: Schneider-Kreuznach D-Xenogon Fisheye

Eine neue Kamera braucht neue Objektive. Natürlich müssen es nicht immer klassische Festbrennweiten oder Standardzooms sein, nein, man darf auch mal etwas wagen, um ungewöhnliche Perspektiven zu entdecken – zum Beispiel ein Fisheye. In diesem Fall ist es passend zur Pentax K-5 das Schneider Kreuznach D-Xenogon 3.5-4.5/10-17 Fisheye Zoomobjektiv von Samsung.

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Das Samsung Fisheye Zoom.

Wer nun eigentlich dieses Objektiv entwickelt hat, wer es hergestellt hat und für wen, ist nicht so ganz klar. Es trägt tatsächlich den Schriftzug von Schneider-Kreuznach und wurde definitiv für Samsung (während der Allianz mit Pentax) hergestellt, vermutlich aber in den vietnamesischen Produktionsstätten von Pentax. Ob es nun eine Rechnung von Schneider oder von Pentax ist – keine Ahnung. Jedenfalls ist das D-Xenogon baugleich mit dem entsprechenden Pentax 10-17mm Fisheye.

Was zunächst ins Auge springt, ist die erfreuliche Kompaktheit des Objektivs. Dies ist möglich, weil konstruktionsbedingt die typische Verzeichnung nicht wie beim gewöhnlichen Weitwinkel korrigiert wird. Im Ergebnis entspricht das 10-17mm Fisheye von der Größe her in etwa dem gewöhnlichen Standardzoom 18-55mm – nur dass es weitaus schwerer ist.

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Größenvergleich: Samsung 10-17mm mit Pentax 18-55mm.

Was die besondere Abbildungsweise eines Fisheye betrifft, so muss man es eigentlich schon als Spezialobjektiv bezeichnen. Der große Bildwinkel, gepaart mit einer stark tonnenförmigen Verzeichnung, gibt die Wirklichkeit auf eine recht befremdliche Art wieder. Gerade Linien außerhalb der Bildmitte werden stark gekrümmt, Größenverhältnisse werden unter Umständen deutlich verzerrt, allerdings werden Flächenverhältnisse exakter abgebildet, als dies ein korrigiertes Weitwinkelobjektiv kann.

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Nachfolgend ein Beispiel, um die Abbildung gerader Linien in und außerhalb der Bildmitte zu verdeutlichen (man beachte auch den Schatten des Fotografen).

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Der Pfeiler in der Bildmitte erscheint gerade.
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Zum Rand hin wird der Pfeiler verbogen.

Dieser Fischaugen-Effekt muss nicht immer deutlich sichtbar werden. Er hängt zum Teil auch vom Motiv ab. Außerdem handelt es sich bei diesem Fischauge auch noch um ein Zomobjektiv, und je länger die Brennweite (je kleiner der Bildwinkel) wird, desto geringer fällt der Effekt aus, so dass man bei 17mm fast wie mit einem gewöhnlichen Weitwinkel (entspricht ungefähr 25mm im Kleinbildformat) fotografieren kann.

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