Nikon Coolpix A in Ostfriesland

Ehe der Kurzurlaub an der ostfriesischen Nordseeküste schon wieder in Vergessenheit gerät, will ich schnell noch ein paar Fotos zeigen, die ich dort mit meiner Reservekamera aufgenommen habe: mit der Nikon Coolpix A. Reservekamera nur deshalb, weil ich ganz bewusst altmodisch mit Film und Mittelformatkamera ausgerüstet war und eigentlich nur für den Notfall auf eine Digitalkamera nicht verzichten wollte.

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Am Strand von Neßmersiel.

Meine Hauptkamera war also die liebenswerte Mamiya 645 1000s mit einigen Objektiven. Die Bilder dieser recht gewichtigen Ausrüstung zeige ich demnächst. Zusätzlich hatte ich eben die Coolpix A mitgenommen, um jederzeit noch einen Trumpf aus dem Ärmel ziehen zu können. Natürlich war mir schon vor dem Urlaub klar, dass die Kleine aus dem Hause Nikon hervorragende Bilder abliefern kann.

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Windmühle in Dornumersiel.

Wir wohnten in Neßmersiel, das vor allem für seine Ruhe und Abgeschiedenheit bekannt sein dürfte und ein guter Ausgangspunkt für kleine Touren entlang der Küste – vielmehr entlang des Deichs – ist. Frische, klare Luft gibt es hier. Für April war das Wetter sehr gut, etwas wechselhaft zwar, aber doch größtenteils sonnig.

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Blick aufs Watt.

Ansonsten kann ich über die Gegend gar nicht so viel berichten: nette, kleine Ortschaften, die aber stark touristisch geprägt, teilweise auch – wie z.B. Greetsiel – ziemlich überlaufen sind.

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Kein Tourist in Sicht: Kirchhof in Greetsiel.

Es gibt zwei Dinge, die an der Coolpix A wirklich bemerkenswert sind. Das ist zum einen ihre geringe Größe. Sie ist erstaunlich kompakt und findet bequem Platz in der Jackentasche. Zum anderen ist es die großartige Bildqualität. Trotz ihrer bescheidenen Abmessungen beherbergt die Kamera in ihrem Inneren einen Sensor im APS-C Format (Nikon nennt es DX), wie er in den meisten Spielreflexkameras zum Einsatz kommt – und das wirkt sich gewaltig auf die Abbildungsleistung aus.

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Bushaltestelle in Neßmersiel.
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Wegweiser.

Die Coolpix A verfügt über eine Festbrennweite (also kein Zoom) von 18,5mm, was auf Kleinbildformat umgerechnet einen Weitwinkel von 28mm ergibt. Das klingt nicht sehr aufregend, allerdings sollte man die Vielseitigkeit einer weitwinkeligen Festbrennweite niemals unterschätzen.

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Die Coolpix A kann nah heran.
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Die Coolpix A kann Tierportraits (Seehundstation in Norddeich).
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Die Coolpix A kann sogar Makro.

Natürlich ist der 28mm-Blickwinkel sehr gut für Landschaftsaufnahmen, Stadtansichten, Architektur geeignet, eher weniger für Portraits und Detailaufnahmen. Unmöglich ist das aber nicht. Zum Objektiv der Coolpix A möchte ich noch anmerken, dass es hervorragend scharf abbildet, allerdings auch zu sichtbarer Vignettierung neigt, die auch durch Abblenden nicht verringert wird. Als wirklich störend empfinde ich es nicht.

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Schattenspiele am frühen Morgen. Sichtbare Vignettierung (Verdunkelung) der oberen Bildecken – trotz Blende 11.

Selbstverständlich ist die Nikon Coolpix A weitaus mehr als eine Reservekamera. Ich hätte keine Probleme damit, sie als einzige Kamera mit auf Reisen zu nehmen. Interessant ist sie als Alternative zur Sigma DP1 Merrill, der sie in Sachen Bildqualität durchaus das Wasser reichen kann und in Hinblick auf das Rauschverhalten bei hohen Empfindlichkeiten meilenweit voraus sein dürfte. Über einen Mangel an Licht konnte ich mich bei diesem Abstecher zur Nordsee aber keineswegs beklagen.

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Backhuus in Werdum.
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Schnapsflasche in Norden.
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Ludgeri Kirche und Markttag in Norden.
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Nach dem Schauer: Einkaufsstraße in Norden.
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Der Hafen von Neuharlingersiel.

 

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